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Mental Health im Wochenbett - was tun wenn es nicht so ist wie erwartet?


Schon öfter haben wir davon geschrieben wie wichtig die erste Zeit nach der Geburt ist, Tipps & Tricks verraten wie ihr euch bestmöglich darauf vorbereiten könnt. Die Rede ist hier von der sogenannten goldenen Stunde & dem 'golden month'.


Wochenbett - Eine Mama die ihr Baby stillt

Diese so essentielle Bonding-Zeit zwischen Eltern und Kind beginnt bereits in der Schwangerschaft. Die ersten Kuschelmomente Haut an Haut wirken sich positiv und stabilisierend auf das Neugeborene und die Mutter aus, können den Stress reduzieren, den gemeinsamen Stillstart fördern und sollen ganz viel zum gemeinsamen Eltern-Kind-Beziehungsaufbau beitragen (also unbedingt auch Partner*innen: auf die kuscheligen Plätze - Shirts aus - schmusen los❤).


Was aber nun, wenn sich trotz all des Bondings die Dinge anders entwickeln? Anders als erwartet? Oder es aus bestimmten Umständen gar nicht wirklich möglich war? Wenn du unter anderem auch deshalb nicht so richtig in deiner neuen Rolle ankommen kannst und deine Gedanken langsam beginnen zu kreisen?


Nun speziell der Hormonhaushalt und das neue Körperbefinden dürfen sich erst einpendeln, mindestens genauso herausfordernd kann die emotionale Umstellung und der mentale Zustand sein. Jedes dieser Puzzle-Teilchen geht Hand in Hand und ergibt so ein großes Ganzes. Es kann natürlich nicht immer alles 'happy-peppi' sein, daher empfehlen wir dich immer und immer wieder mitzuteilen, versuch zu artikulieren was in dir vorgeht.


Wochenbett - Eine Mama die ihr Baby am Arm hält

Hör immer gut in dich hinein, drück' keine Gefühle oder gar Tränen weg, sondern versuch sie fließen zu lassen - genauso wie deine Worte. Reden, reden, reden. Dich anderen, deinen Lieblingsmenschen um dich herum und/oder deiner Doula regelmäßig anzuvertrauen wie es dir aktuell geht, wonach du dich fühlst oder eben auch nicht, möchten wir dir ans Herz legen. Du darfst dich lösen von Erwartungen und rosa Brille tragenden Idealbildern. Du bist du und du fühlst was du fühlst! Was auch immer sich da zeigen mag hat seine Berechtigung. Sei einfach achtsam und liebevoll mit dir selbst - ganz im Speziellen mit deinen Gedanken dir gegenüber.


Die mentale Gesundheit spielt eine ganz große Rolle im Wochenbett


Wir bemessen dem oft nicht genug Bedeutung bei, geben uns nicht genug Raum uns auszudrücken, weil wir nicht wissen wo diese Gefühle & Gedanken plötzlich herkommen, wie wir damit umgehen könnten und verpassen so vielleicht wichtige Hinweise aus unserem Innersten. Gedankenhygiene ist schon unter weniger challenging Umständen kein Leichtes, doch gerade postpartum umso tragender. Haben wir aber den Punkt überschritten wo wir bewusst gegensteuern können, wo der heilsame Austausch allein nicht mehr reicht oder wir das Gefühl haben dass uns alles entgleitet, dann spätestens ist es Zeit sich tiefergehend und kompetent begleiten zu lassen. Indem du so unverblümt wie möglich dein enges Umfeld teilhaben lässt, können rechtzeitig Anzeichen wahrgenommen werden. Gerade eine Doula wirkt hier einerseits präventiv für deine mentale & emotionale Entlastung und kann vieles abfedern. Auf der anderen Seite aber kann sie meist auch ganz gut den feinen Grad einschätzen & erspüren, wenn ein Babyblues sich doch etwas ausdehnt und dadurch ggfl. Wege der Unterstützung aufzeigen, dich anhand einer erprobten Kompetenzliste in gute Hände weitervermitteln.


Mental Health ist ein Grundbaustein deines Gesundheitszustandes und wichtig für deine Resilienz der kommenden Jahre, als Mensch, Frau und Mama - take good care of you & open up for support!


DU BIST WICHTIG



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