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Keine Angst vor Zwiebeln und Co

Aktualisiert: 30. Juli 2023

Die Falsch-Information, dass blähende Lebensmittel über die Muttermilch auch Blähungen bei deinem Baby verursachen, hält sich seit vielen Jahren sehr hartnäckig. Und zwar so hartnäckig, dass immer noch viele Fachpersonen und ExpertInnen zu massiven Einschränkungen des Speiseplans der Mutter raten. Fakt ist: Deine Muttermilch enthält KEINE Ballaststoffe, Gase oder Fructose, ein Auslösen von Blähungen beim Baby über die Ernährung der Mutter ist also gar nicht möglich!



Mögliche Gründe für Blähungen bei deinem Baby

Luftansammlungen im Magen und Darm deines Babys entstehen zum einen über das Schlucken von Luft beim hastigen Trinken, “Verschlucken”, Husten oder auch beim Weinen. Zum anderen bilden sich Gase auf ganz natürliche Weise über die Besiedelung des Darms mit guten und wichtigen Bakterien. Das Mikrobiom deines Babys muss sich erst entwickeln und da sind die ersten Monate wesentlich. Auch Verdauung muss gelernt werden und da rumort’s, zwickt’s und grummelt’s schon mal ordentlich in den kleinen Bäuchleins - das hat aber eben nichts mit deiner Ernährung zu tun.



Die richtige Ernährung für die Mama im Wochenbett

Klar ist aber, dass du dich im Wochenbett so ernähren sollst, wie es deinem Körper gut tut. Wenn du Hülsenfrüchte schon vor deiner Schwangerschaft nicht gut verdauen konntest und darauf mit Bauchschmerzen reagiert hast, solltest du natürlich nicht gerade im Wochenbett damit beginnen - da geht es aber um dein persönliches Wohlbefinden und das ist uns ein großes Anliegen. Aus diesem Grund bereiten wir unsere Gerichte immer möglichst schonend zu und rösten Zwiebel, Knoblauch & Co ganz langsam und lange, um die Enzyme schon außerhalb deines Verdauungsapparats aufzuspalten und Blähungen vorzubeugen. Unsere Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen, Mung Dal und Ähnliches weichen wir immer am Vortag der Zubereitung ein, das macht sie noch leichter verdaulich und wir bewegen uns hier auf der “sicheren Seite”. Gewürze wie Kreuzkümmel, Fenchelsaat, Kardamom und Ingwer sind in unseren Gerichten ohnehin Stammgast und wirken allesamt verdauungsberuhigend und ausgleichend.



Wie Milchbildung funktioniert

Anders als du vielleicht annimmst, wird die Milch für dein Baby nicht aus deinem Magen- oder Darminhalt gebildet, sondern aus deinem Blut. Deine Ernährung hat erstaunlich wenig Auswirkung auf die Zusammensetzung deiner Muttermilch - ein paar wenige Inhaltsstoffe lassen sich allerdings schon beeinflussen: die Qualität der Fette spielt eine große Rolle und ein paar wasserlösliche Vitamine wie die aus der B-Gruppe und Vitamin C.


Es ist also wichtig, genügend gesunde Fette zu sich zu nehmen. Besonders Omega-3 Fette sind wichtig für die Brustgesundheit und die Milchqualität. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben eine positive Auswirkung auf die Entwicklung des zentralen Nervensystems, auf das Herz/Kreislaufsystems deines Babys und auch auf die visuelle Entwicklung. Auch faserhaltige Gemüsesorten wirken sich positiv auf das menschliche Mikrobiom aus und über diesen Weg auch auf die Muttermilch und so auf das gestillte Kind.


Und solltest du schon mal gehört haben, dass sich der Geschmack deiner Milch durch deine Ernährung verändert - das stimmt in eingeschränktem Maße tatsächlich: wissenschaftlich gesichert gilt dies zum Beispiel für Vanille, Anis, Curry und auch Knoblauch. Und das ist auch gut so: Der unterschiedliche Geschmack der Milch fördert laut Studien tatsächlich eine größere “Offenheit” deines Babys später bei der Einführung der Beikost.






All das beachten wir klarerweise bei unserer Rezept- und Menüauswahl. Wenn du jedoch selbst deine Wochenbett-Verpflegung (und darüber hinaus) organisieren möchtest, sind Qualität und Variation der Lebensmittel sowie genügend gesunde Fette und Ballaststoffe wichtige Faktoren bei der Auswahl, auf die du achten solltest.



Spread the word

Die Info, dass du mit deiner Ernährung eben NICHT für das Bauchzwicken deines Babys verantwortlich bist, ist so wertvoll und wichtig - bitte helft uns dabei, das Wissen weiter zu verbreiten und so vielen Müttern den Druck zu nehmen, ihren Speiseplan während der Stillzeit einschränken zu müssen.


Es gibt andere und wichtigere Aspekte, auf die du bei deiner Ernährung in der Stillzeit achten solltest. Denn wie wir nicht müde werden zu erwähnen - es ist wichtig, dass du auf dich selbst achtest. Daher achte auf die richtige Ernährung, um deine Gesundheit zu stärken und so stärkst du automatisch auch das Wohlbefinden deines Kindes. Und wie immer gilt: Wir sind gerne für dich da, um dich zu unterstützen! Sowohl bei Fragen rund ums Stillen als auch bei deiner Wochenbett-Verpflegung.





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